Knapp zehn Millionen Euro bei Straftätern abkassiert

veröffentlicht am 16.10.2020 15:37 von systemcheck@hotmail.de



Mecklenburg-Vorpommerns Staatsanwaltschaften haben 2019 knapp zehn Millionen Euro bei mutmaßlichen Straftätern abkassiert. Das Geld stammt zum Beispiel aus dem Drogenhandel oder Betrügereien. Der abgeschöpfte Vermögenswert lag fast doppelt so hoch wie 2017, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). 2,5 Millionen Euro wurde an Privatpersonen ausgezahlt, die durch kriminelle Handlungen zu Schaden gekommen waren. 4,3 Millionen Euro gingen zum Beispiel an die Krankenkassen und Sozialversicherungen, die von Arbeitgebern um Versicherungsbeiträge betrogen worden waren.

Einnahmen aus Drogengeschäften 2,9 Millionen Euro blieben in der Staatskasse. Das Geld stammt zum Beispiel aus Drogengeschäften. Wenn ein verurteilter Dealer Drogen verkauft hat, wird der Wert der Einnahmen aus den illegalen Geschäften bei ihm abgeschöpft. Allerdings bekommen seine Kunden ihr Geld nicht zurück. In anderen Fällen sind Gewinne aus Straftaten niemandem mehr zuzuordnen. Die Behörden nehmen zum Beispiel gestohlenes Geld und Diebesgut mit, sofern es noch vorhanden ist. Ansonsten "beschlagnahmen" sie bei den Tätern andere Vermögenswerte. Dazu können auch Häuser oder Autos gehören, wenn sie mit Geld aus Straftaten bezahlt wurden.


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