Arbeitsunfall: Firmenchef nach Unfall vor Gericht

veröffentlicht am 18.08.2020 12:41 von systemcheck@hotmail.de



Der Geschäftsführer einer Dachsanierungsfirma aus Schwerin muss sich nach einem Arbeitsunfall von heute an vor dem Amtsgericht Neubrandenburg verantworten. Dem 33-Jährigen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Er ist laut Anklage dafür verantwortlich, dass ein 35-jähriger Mitarbeiter bei Dacharbeiten an einer Lagerhalle etwa acht Meter in die Tiefe gestürzt ist. Demnach soll der Verunglückte, der zum ersten Mal auf der Baustelle war, nicht ordnungsgemäß eingewiesen worden sein. Der Mann war später an den Folgen des Unfalls gestorben.

Der Beschuldigte hat seine eine Schuld bestritten. Seiner Aussage zufolge sollte der verunglückte Bauhelfer auf der betroffenen Baustelle gar nicht auf dem südwestlichen Teil des Hallendaches arbeiten. In dem Abschnitt des Daches war offenbar auch keine Netzsicherung aufgebaut. Der Angeklagte hatte nach eigenen Angaben angeordnet, dass das Asbestdach auf der nördlichen Seite durch ein Blechdach ersetzt wird. Später sollten Solarplatten darauf montiert werden. Dem zuständigen Bauleiter sei zudem mitgeteilt worden, dass für Teile der anderen Dachseite die Sicherung fehle.


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